→Bestimme zuerst WO das Symptom sitzt (alt/jung, ganze Pflanze/Trieb) und ob mehrere Muster gleichzeitig auftreten – das grenzt die Ursache schneller ein als Farbe allein.
→Bei interveinaler Chlorose an unteren Blättern zuerst den Wurzelzonen-pH ins Mg-Fenster bringen (Coco/Hydro 5.8–6.2, Erde 6.2–6.8), dann MgSO4 1–2 g/L geben.
→Gleichmäßiges Vergilben alter Blätter in Vegetation/Frühblüte = nachdüngen (EC +0.2–0.4); in der Spätblüte ist es Fade — dann NICHT gegensteuern.
→Fleckige, verkrüppelte JUNGE Triebe bei RO-/Weichwasser heißen Cal-Mag auf 120–180 mg/L Ca dosieren, pH richten und VPD nicht zu niedrig fahren.
→Verbrannte Ränder an alten Blättern bei grüner Mitte = K-Mangel; erst per EC von Nährstoff-Burn abgrenzen, dann K-betont düngen und Ca/Mg nicht überdosieren.
→Neongelbe junge Blätter mit grünen Adern sind fast immer pH-bedingt — Wurzel-pH senken (Coco/Hydro 5.8–6.2), Chelat zum pH wählen (EDDHA bei hohem pH).
→Stippling oben + Gespinst unten = Spinnmilben; Klima auf kühler/feuchter stellen, Raubmilben früh einsetzen, Wirkstoffe rotieren, nie in der Spätblüte sprühen.
→Silbrige Streifen + schwarze Kotpunkte = Thripse; Blautafeln zum Monitoring und Nützlinge für Blatt UND Substrat einsetzen — das Boden-Puppenstadium nie vergessen.
→Ein welkes Einzelblättchen in der Knospe ist das Bud-Rot-Frühwarnsignal; Spätblüte-RH auf 40–50 % halten, Luft bewegen, befallene Knospen isoliert entfernen — keine Heilung.
→Weißer, abwischbarer Belag auf Blattoberseiten = Echter Mehltau; RH senken, Luft bewegen, Bestand auslichten und strikt Quarantäne halten — erntenahe Knospen nicht sprühen.
→Welk TROTZ nassem Substrat + braune, schleimige Wurzeln = Pythium; nicht mehr gießen, Lösung kühlen (< 20 °C) und belüften, System reinigen, Nützlinge einbringen.
→Dunkelgrüne, klauenförmige Blätter (The Claw) an JUNGEN Trieben = N-Überschuss; mit pH-korrektem Wasser spülen, EC senken und in der Blüte den Stickstoff drosseln.